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"Auf zu neuen Ufern" - Entsendefeier 2016

Trier - "Auf zu neuen Ufern" – unter diesem Motto stand die Entsendefeier für 28 Freiwillige, die zum 1. August ihren internationalen Freiwilligendienst antreten. Dieser fand am 10. Juli in der Abteikirche St. Matthias in Trier statt.

Ausgehend vom Auszug der Israeliten aus Ägypten veranschaulichte Pfarrer Matthias Holzapfel, was es heißt, im Freiwilligendienst zu neuen Ufern aufzubrechen. Im Roten Meer sei die Kriegsmaschinerie zerstört worden. Mit dem Auszug seien sie von der Knechtschaft befreit worden. So erwarteten die Israeliten am neuen Ufer Frieden und Freiheit, um ein Leben in Fülle zu finden. Die Freiwilligen brächen zu einem Friedensdienst auf; sie seien gesandt, einen Beitrag zum Frieden in der Welt zu leisten.

In der Predigt ging Pfarrer Holzapfel auch auf das Evangelium ein, in dem von der wunderbaren Brotvermehrung am anderen Ufer des Sees Genezareth berichtet wird. Obwohl die Jünger nur wenige Mittel hatten – fünf Brote und zwei Fische – erfuhren sie durch das Teilen die Fülle des Lebens. Dies sei eine Erfahrung, die auch im Freiwilligendienst gemacht werden könne – durch das Teilen von vermeintlich Wenigem entsteht die Fülle des Lebens.

Die Freiwilligen wurden ermutigt, trotz der Warnungen von Freunden oder Familienangehörigen den Aufbruch zu neuen Ufern zu wagen.

Schließlich erinnerte Pfarrer Holzapfel daran, dass zur Zeit viele Menschen als Flüchtlinge zu uns nach Europa und Deutschland kämen in der Hoffnung, hier Freiheit, Frieden und Fülle des Lebens zu finden. Es sei Aufgabe, von dem was die Freiwilligen in ihren Gastländern erfahren könnten, den Flüchtlingen ebenfalls zu ermöglichen.

Von den Freiwilligen hatten jede/r ein kleines Schiff gebastelt, das neben der Fahne des Gastlandes auch mit einem Anker ausgestattet war. Dieser bleibt als Symbol dafür, dass Familie und Freunde in Deutschland wichtige Ankerpunkte seien, bei der Familie in Deutschland.

Die Entsendefeier war besonders lebendig, bot sie doch vielfältige Möglichkeiten des Austausches zwischen Freiwilligen, Freunden und Angehörigen. Besonders schön war, dass neben deutschen Kooperationspartnern auch etliche ausländische Partner aus acht Ländern sowie die ausländischen Reverse-Freiwilligen mitfeierten. Auf diese Weise wurde sichtbar, wie über alle Grenzen hinweg weltkirchliche, globale Kommunikation funktionieren kann. Ein Zeichen, das in heutiger Zeit, in der die Grenzen wieder hoch gezogen werden, besonders wichtig ist.